Muss mein Ex Ehemann Unterhalt für mich zahlen?

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- - Letzte Antwort: Perry_M
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- 9. April 2015 um 16:08
Wir sind zwar bereits seit 1988 geschieden, ich habe unsere 3 Kinder alleine gross ziehen müssen, nie einen neuen Partner gehabt, und mein Exmann hat sich quasie aus dem Staub gemacht, er war nicht mehr auffindbar, also nie Unterhalt weder für seine Kinder noch für mich bezahlt, nun ist er wieder aufgetaucht, hat ein gut gehendes Restaurant, die Kinder sind mittlerweile erwachsen und haben ihr Studium beendet, aber ich bin total auf det Strecke geblieben, konnte nur Nebenjobs arbeiten und bin erkrankt, das heißt ich lebe von Hartz 4 und er in saus und braus, hat aber auch nicht mehr geheiratet. Wer kann mir helfen, muss er mir jetzt endlich Unterhalt bezahlen?
Vielen Dank im voraus.
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Danke
Guten Tag!
Ich zitiere Ihnen gerne aus dem Forum des Bundesfachportals zum Familienrecht unterhalt.net die folgende Aussage heraus:
"Die Unterhaltspflicht verjährt grundsätzlich nicht. Wichtig zu wissen, ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass der Gesetzgeber die Geltendmachung des Unterhalts für die Vergangenheit beschränkt, und zwar nur für einen Zeitraum von 1 Monat vor Antragstellung. Für den davor liegenden Zeitraum kann Unterhalt rückwirkend nicht geltend gemacht werden". Zwar finde ich es alles unfair.... Aber so sieht es gesetzlich aus... Haben Sie nie einen Unterhaltsvorschuss vom Staat beantragt/ bekommen?
Orchiedey
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Vielen dank für Ihre Hilfe, ich habe damals sofort Unterhaltvorschuss beantragt und auch vom Staat erhalten, was kann ich den für den jetzigen Zeitpunkt erwarten, ich bin erkrankt und kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht arbeiten.
Liebe Grüsse
Antwort von S.H kommentieren
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Danke
Ich hatte die Fragestellung:"muss er mir jetzt endlich Unterhalt bezahlen? " so verstanden, als ginge es um Unterhalt ab jetzt für die Zukunft.

@ orchiedey: Wie ist Ihre Frage zu verstehen??
Orchiedey
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Genau, das ist richtig.
Orchiedey
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Hallo lieber Perry.M
Vielen Dank, Sie haben meine Frage richtig verstanden, mir geht es um jetzt und Zukunft, nicht um die Vergangenheit!
Wenn Sie mir weiterhelfen können oder einen Tip haben,
Vielen Dank
liebe Grüsse
Orchiedey
Antwort von Perry_M kommentieren
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Danke
Guten Tag Frau Orchiedey! Ihrem Sachverhalt zufolge kann ich schon davon ausgehen, dass Sie schon einen Geschiedenenunterhalt von Ihrem Ex-Mann bekommen dürfen. Anbei hänge ich Ihnen gerne einen Textlink... So könnten Sie sich einen gesetzlichen Überblick gewinnen.
Tipp: Als Hartz IV Empfängerin haben Sie das Recht dazu eine Beratungshilfeschein für 10 € in Anspruch zu nehmen.
Antwort von KATARINA04523 kommentieren
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Danke
Aufgrund des -notgedrungen- dürftigen Sachverhaltes würde ich mich nicht trauen, Ihnen Hoffnungen zu machen, dass Sie so viele Jahre nach der Scheidung noch Geschiedenenunterhalt bekommen.

Es mag zwar der eine oder andere Unterhaltstatbestand einschlägig erscheinen. Man kann diese Unterhaltstatbestände wie einzelone Glieder einer Kette sehen. Man kann sich von einem Tatbestand in den anderen hangeln. Ist die Kette aber einmal unterbrochen, ist es mit dem Hangeln vorbei.

Das war jetzt aber zugegebenermaßen etwas über den großen Daumen gepeilt. Eine Untersuchung im Detail und ausführlicher Aufarbeitung des Sachverhalts könnte könnte vielleicht etwas bringen. Dazu sollten Sie unbedingt einen Anwalt aufsuchen.

Ohne weitere Nachweise als den Bescheid bekommen nur Sozialhilfeempfänger Beratungshilfe. Alle anderen, auch Hatz IV-Bezieher, müssen umfangreiche Belege vorlegen. Den Antrag bekommen Sie im Internet oder beim Amtsgericht. Den Antrag mit den Belegen müssen Sie einreichen. Wenn er genehmigt wird, bekommen Sie einen Beratungshilfeschein. Mit diesem berät und vertritt Sie der Anwalt, bis auf eine kleine Gebühr (ich glaube 10 €), die er aber erlassen kann, kostenlos. Der Anwalt kann auch -auf eigenes Risiko- zuerst beraten und nachträglich Beratungshilfe beantragen - macht er aber natürlich nicht so gerne.
Dina.Din
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"würde ich mich nicht trauen, Ihnen Hoffnungen zu machen, dass Sie so viele Jahre nach der Scheidung noch Geschiedenenunterhalt bekommen" stimme ich nicht zu da es keine Verjährungsfrist hierfür. An alles Weitere mag ich keinen Zweifel zu haben.
Perry_M
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> Dina.Din
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Verjährung steht nicht im Rauim, da es ja um künftigen Unterhalt geht, wie Orchiedey hinreichend deutlich gemacht hat.

Ich bin eher vorsichtig, bevor ich hier jemandem Hoffnung mache und der sich darauf verlässt.

Die Scheidung ist über 25 Jahre her. Damals war der Beginn der Kette der Unterhaltstatbestände und es könnte sehr gut sein, dass es dazwischen einmal einen Bruch gab, der dazu führte, dass keine Unterhaltsansprüche mehr bestehen. In solchen Zusammenhängen kann man seriöse Aussagen nur treffen, wenn man mit demjenigen, der Unterhaltsansprüche stellen will, den ganzen Lebenslauf seit der Scheidung erörtert. Die sachverhaltschilderung in diesem Forum kann da -notgedrungen- nicht genügen.
Antwort von Perry_M kommentieren