Bausparen/Bausparvertrag - Grundlagen

Dezember 2016



Was ist der Zweck des Bausparens?


Das Bausparen ist eine spezielle Form des Sparens. Der Grundgedanke eines Bausparvertrags liegt darin, dass der Bausparer mit der Einzahlung von Geldbeträgen in einen Bausparvertrag beizeiten ein zinsgünstiges Darlehen erlangt.
Das Darlehen ist zweckgebunden an Investitionen im Rahmen des Wohnungsbaus, beispielsweise:die Errichtung eines Wohnhauses,die Renovierung, Erhaltung und Modernisierung einer bestehenden Immobilie oder die Ablösung eines bestehenden Immobilienkredits.

Wie kann man sein Geld in einen Bausparvertrag anlegen?


Die Anlage der Gelder erfolgt bei den Bausparkassen. Bausparkassen sind spezielle Kreditinstitute, deren Aktivitäten darin liegen, die Gelder von Bausparern entgegenzunehmen und den Bausparern Darlehen für deren wohnungswirtschaftliche Pläne zu gewähren.

Der zwischen dem Bausparer und der Bausparkasse geschlossenBausparvertrag legt die sogenannte Bausparvertragssumme fest.

Die Bausparvertragssumme ist die Kombination aus den eingezahlten Bausparbeträgen und dem Bauspardarlehen.
  • Beispiel:


Der Bausparvertrag sieht eine Bausparsumme in Höhe von 200.000 € vor, denn in 10 Jahren ist diese Summe gegenüber einem Kreditinstitut aus einer Immobilienfinanzierungen abzulösen. Die Zuteilung des Bauspardarlehens soll also in 10 Jahren erfolgen. Das Bauspardarlehen soll dann 100.000 € betragen.

Der Bausparer hat in diesem Beispiel einen Gesamtsparbeitrag in Höhe von 100.000 € zu erbringen, wobei bei der Berechnung der monatlichen Sparbeträge die Verzinsung des Sparguthabens zugunsten des Bausparers berücksichtigt wird.

Was ist die Zuteilungsreife?


Aus der Bausparvertragssumme ergeben sich die Sparbeiträge, die vom Bausparer zu erbringen sind, und die Mindestbausparsumme, bei deren Erreichen in Verbindung mit einer Wartefrist der Bausparer einen Anspruch auf Zuteilung seines Bauspardarlehens hat, sogenannte Zuteilungsreife.

Die Zuteilungsreife eines Bausparvertrags ergibt sich damit aus der Kombination der einkassierten Bausparbeträge und der Frist zwischen dem Abschluss des Bausparvertrages und der Zuteilung des Bauspardarlehens.

Diese Kombination beruht auf einem Bewertungssystem, dem die gezahlten Sparbeträge und die anfallenden Zinsen zugeordnet werden.

Wie erfolgt die Zuteilung des Bausparvertrages?


Die Zuteilung des Bausparvertrages erfolgt durch die Auszahlung des Sparguthabens und die Bereitstellung des Bauspardarlehens. Ferner regelt der Bausparvertrag die Tilgungsraten, die der Bausparer nach Zuteilung des Bauspardarlehens zahlen muss.

Der Zins beim Bauspardarlehen


Die Verzinsung eines Bauspardarlehens ist in der Regel günstig.

Der Bausparer sollte allerdings berücksichtigen, dass die Bausparkasse bei Abschluss des Bausparvertrages eine Gebühr in Höhe von 1 % der Bausparsumme erhebt. Mit diesen Gebühren verdienen die Bausparkassen im Kern "ihr Geld".
Zudem kann, je nach Vertragsinhalt, eine Gebühr für die Bereitstellung des Bauspardarlehens erhoben werden.
Diese Gebühren beeinflussen die Verzinsung des Darlehens negativ, so dass der tatsächlich vom Bausparer zu erbringende Einsatzbetrag höher ist, als sich aus der Nominalverzinsung, also aus dem angegebenen Darlehenzins, zunächst ergibt.
Es kommt, durch die verschiedenen Gebühren, also zu einer tatsächlich höheren Verzinsung.
Man spricht in diesem Zusammenhang von der Effektivverzinsung. Daher sollte der Bausparer immer auf die Höhe des Effektivzinses achten. Die Bausparkassen müssen diesen bei der Angebotsabgabe und beim Vertragsschluss angeben.

Lesen Sie auch :


Portage salarial : temps de travail
Portage salarial : temps de travail
Das Dokument mit dem Titel " Bausparen/Bausparvertrag - Grundlagen " wird auf CCM Recht & Finanzen (www.recht-finanzen.de) unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung der Lizenzvereinbarungen dürfen Sie das Dokument verwenden, verändern und kopieren, wenn Sie dabei CCM Recht & Finanzen deutich als Urheber kennzeichnen.