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Welches Scheidungsrecht findet hier Anwendung?

Stellen Sie Ihre Frage FrauXY 18Beiträge Donnerstag August 6, 2015Mitglied seit: November 24, 2015 Zuletzt online: - Letzte Antwort am Aug 10, 2015 17:24
Guten Abend,
ich hoffe jemand kennt eine Losung für ein Dilemma einer jungen Frau.
Sie ist deutsch.Ihr Mann ist Algier.Die beiden heirateten nach dem algerischen Recht in Malaysia. Aus dieser Ehe ist ein Kind auf der Welt gesetzt.Paar Tage nach der Geburt des Kinds wurde die Höllentür eröffnet. Lange Geschichte mit Misshandlung und Demütigung.Vergewaltigung gehört zum täglichen Ablauf.Als sie endlich zur deutschen Botschaft dort konnte ( würde sie eingesperrt) meinte man sorry zu der : wir können Ihnen nicht helfen, weder Ihnen noch Ihr 04 jähriges Kind. Dann musst sie ihn aus tricksen und schaffte es wieder nach DE. Nun ist sie wieder in da, in Berlin geht arbeiten usw.Das Problem liegt drin, dass keiner Anwalt hier in deu, sich mit algerischen Recht auskennt. Sollte sie denn die Ehe in Deutschland erkennen lassen, wird sie sich nach deutschem oder nach algerischem Recht scheiden lassen?Es spielt für sie eigentlich keine Rolle.Aber der Vater würde sich dann das Sorgerecht des Kindes einholen , wenn es algerisch geschieden werden soll. Was faellt es euch ein?Loesung?Vorschlag?
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Ich denke aber auch, dass das deutsche Gericht zuständig ist (Brüssel IIa-VO), deutsches Scheidungsrecht gilt (ROMIII-VO) und das Sorgerecht nach deutschem Recht entschieden wird (Brüssel IIa-VO).

Voraussetzungen sind, dass sie wieder lange genug in D lebt (6 Mon/1 Jahr) und, dass das Kind in D lebt. Das scheint ja alles der Fall zu sein.

Im Einzelnen ist das ziemlich kompliziert. Ein deutscher Anwalt sollte darüber aber verlässlich Auskunft geben können. Kenntnisse algerischen oder mayischen Rechts braucht er dazu erst einmal nicht.

In Algerien und Malaysia würde ich aber nach der Scheidung keinen Urlaub mehr machen.

Problematisch könnte vielleicht die Kindesentziehung, d.h. das Verbringen des Kindes gegen den Willen des Vaters ins Ausland, sein.
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Die Kindesentziehung hat ja wohl die Mutter begangen.

Dennoch hat sie -je nachdem wie lange sie mit dem Kind wieder in Deutschland lebt- große Chance, das Kind behalten zu dürfen und das alleinige Sorgerecht zu erhalten.

Sie sollte sich aber unbedingt anwaltlich beraten lassen.

Das Thema ist zu komplex und heiß um es hier abschließend zu behandeln.
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"Eine im Ausland wirksam geschlossene Ehe ist grundsätzlich auch in Deutschland gültig, sofern beide Verlobte dabei die jeweils für sie gültigen Eheschließungsvoraussetzungen erfüllt haben. Es empfiehlt sich jedoch, die Ehe auch in Deutschland registrieren zu lassen, weil eine deutsche Eheurkunde von Ihnen immer wieder unkompliziert im deutschen Rechtsbereich verwendet werden kann". Zitat aus der Deutsche Botschaft AlgierAlso mein erster Vorschlag wäre die Ehe anerkennen zu lassen. Dann können Sie mal den Scheidungsantrag einreichen. Ich gehe davon aus, dass die Scheidung nach deutschem Recht durchgeführt wird.Alles Andere ergibt sich dann aus selbst.
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Sagt die deutsche Botschaft in Algier:

Antrag auf Beurkundung einer Auslandseheschließung im Eheregister

Folgende Dokumente sind dem Antrag beizufügen:

[.....]

Geburtsurkunden der Ehegatten

Reisepässe beider Ehegatten,


sofern die Ehegatten bzw. ein Ehegatte eine algerische Geburtsurkunde vorlegt, in der nicht alle personenstandsrechtlichen Ereignisse (Vorehen, Scheidungen im Ausland) vermerkt sind: Heiratsurkunden und Scheidungsurteile der Vorehen; es ist jedoch empfehlenswert, alle personenstandsrechtlichen Ereignisse im algerischen Geburtenregister nachtragen zu lassen, um eine vollständige, legalisierbare Geburtsurkunde zu erhalten.

[.....]

Ob sie das alles beisammen hat?
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Guten Tag lieber Perry_M!


Zuerst vielen Dank der schnellen Antwort. Also die Unterlagen zur ANERKENNUNG Ehe hat sie schon. Das ist kein Problem. Heute hat sie im Regelfall einen Termin beim Standesamt . Es sieht in Sache Anerkennung gut aus. Nun liegt das Problem tatsächlich daran , dass sie eine Kinnentziehung befürchtet, sollte sie die Scheidung eingereicht haben.Denn das Sorgerecht - nach algerischem Recht- dem Vater zugesprochen wird. Nach dem deutschen Recht ist es ja klar, wem es zugesprochen wird.
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Mit einem Psychopathen wie der kann keine Frau Leben.Er hat sie sogar in ihrer Schwangerschaft geschlagen , misshandelt , vergewaltigt ... Leider keine Attests vorhanden. AUs Angst vor ihm hat sie sich nie ärztlich behandeln lassen und die malaysischen Ärzte waren Bekannte von dem.Das Risiko war einfach zu groß halt.Aber Wo sie in Malaysia war wendete sie sich sogar an die deutsche Botschaft. Weinend mit Kind in den Armen wollte sie sich Hilfe holen(der hat sie mit Mord gedroht)... Doch meinten die Behörden zu der , man kann ihr nicht weiterhelfen, weil sie aus freien Stücken in Malaysia war( die beiden haben sich dort kennengelernt). Aber eins gebe ich zu, das Thema ist so komplex dass 03 Rechtsanwälte( einer in Krefeld, der andere in Köln der dritte in Berlin) bis dato die arme Mutter ab-wimmelten, unter dem Vorwand , sie würden sich mit dem algerischen Eherecht nicht auskennen...
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"unter dem Vorwand , sie würden sich mit dem algerischen Eherecht nicht auskennen..."

Vorwand ???? Welcher Anwalt in Deutschland kennt sich schon mit algerischem Eherecht aus. Es gibt nur ein paar wenige.

Sie soll zu einem x-beliebigen Familienrechtler gehen um sich beraten zu lassen, ob überhaupt ausländisches Recht zur Anwendung kommt (m.E. nicht, s. mein Post vom 07. Aug.). Dann kann sie sich bei Bedarf immer noch jemanden mir Kenntnissen im algerischen Recht suchen.

Warum tingelt sie bei ihrer Anwaltsuche eigentlich von Krefeld über Köln nach Berlin?
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Vorwand ???? Welcher Anwalt in Deutschland kennt sich schon mit algerischem Eherecht aus. Es gibt nur ein paar wenige. Das ist ihr klar geworden. Doch jetzt ist sie mal wieder in De( Sie ist Deutsch mit algerischer Herkunft) ... Deswegen will sie mal die Ehe nach deutschem Eherecht anerkennen lassen, sich auch in De. scheiden lassen zu können. Ihr Hauptsorge gilt das Kind( deutsch). Sie hat davor Angst die TOCHTER zum Gunsten des Vaters zu verlieren ( weil das Sorgerecht dem algerischen Recht dem Vater zugesprochen wird)
Warum tingelt sie bei ihrer Anwaltsuche eigentlich von Krefeld über Köln nach Berlin?: Als sie nach Deutschland zurückkehrte , zog sie bei der Mutter ein( sie ist in Krefeld ansässig), in Köln war sie für kurze Zeit bei Islmalic Relief arbeiten. Dann hat man sie nach Berlin aus Arbeitsgründen geschickt. Wieder bei Islamic Relief aber dieses Mal hat sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
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