Haushaltsgeld bei 4 Personen

A.B. - Geändert am 3. Dezember 2021 um 22:30
Silke Grasreiner Message postés 3267 Date d'inscription Samstag April 2, 2016 Status Administrator Zuletzt online: November 29, 2022 - 3. Dezember 2021 um 22:44
Guten Tag,
mein Mann verdient als Angestellter im Jahr ca 42.000 Euro. Ich als Freiberuflerin an Schule und Kulturbetrieb ca. 5.000-8.000.
Ich versichere mich selbst, mache 90% des Haushalts und kümmere mich im Wesentlichen um die Belange und Versorgung der 2 Kinder und die Kosten der monatlichen Versorgung.
Wir wohnen zur Miete, die mein Mann begleicht wie Strom, Festnetz und Internet und Autoversicherung. Ich renoviere die Wohnung und pflege Auto und Haushaltsgeräte.
Ich erhalte 150 € Haushaltsgeld von meinem Mann.
Was wäre angemessen, wie kann ich es kommunizieren und womit belegen, um irrationale Diskussionen zu vermeiden?

1 Antwort

Silke Grasreiner Message postés 3267 Date d'inscription Samstag April 2, 2016 Status Administrator Zuletzt online: November 29, 2022 813
Geändert am 3. Dezember 2021 um 22:57
Hallo,

Sie erwarten also eine "irrationale Diskussion", wenn Sie mehr als 150 Euro im Monat Haushaltsgeld für drei Personen beanspruchen wollen. Das ist ja schon mal eine schlechte Ausgangssituation für eine echte Partnerschaft.

Also erstmal könnten Sie einen Blick auf unsere Artikel zu Haushaltsgeld und Familienunterhalt werfen und dann sollten Sie mal ausrechnen, was Ihr Mann Ihnen und Ihren Kindern bezahlen müsste, wenn Sie getrennt wären, das ist nämlich das Geld, das er jetzt schon freiwillig zur Verfügung stellen müsste. Da gibt es Trennungsunterhalt für Sie und Kindesunterhalt. Die Wohnung erhält im Falle einer Trennung vorläufig in der Regel derjenige, bei dem die Kinder leben, auch wenn nur Ihr Mann im Mietvertrag stehen sollte. Ihr Mann muss so lange weiterzahlen, wie er im Mietvertrag steht und bis er ordentlich kündigen kann. Wenn Sie anteilig oder später ganz die Miete nicht zahlen können, erhalten Sie Wohngeld vom Staat.

Mit den entsprechenden Paragraphen und einer individuellen Kostenaufstellung "bewaffnet" können Sie ja dann mal ein Gespräch wagen. Vergessen Sie nicht, dass SIE im Recht damit sind, auch wenn Sie bisher Ihre Grenzen haben überschreiten lassen.

Gruß vom CCM-Team
Silke Grasreiner

Chefredakteurin - CCM Recht & Finanzen

2