Wie werden die Unternehmenssteuer abgerechnet?

Dezember 2016



Einkommensteuer


Körperschaftssteuer


Gewerbesteuer

  • Die Gewerbesteuer fällt für alle im Inland betriebenen Gewerbe an (Industrie, Handel, Handwerk).
  • Freie Berufe und Landwirtschaft unterliegen nicht der Gewerbesteuer.
  • Die Steuer wird von der Gemeinde erhoben.
  • Dabei wird die Höhe des Gewinns des Gewerbes mit einem Prozentsatz (= Hebesatz) multipliziert.
  • Dieser Prozentsatz variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Vor der Wahl des Standortes kann es daher nicht schaden, sich über die Höhe des Hebesatzes zu informieren. Unter 24.500 Euro Jahresumsatz wird keine Gewerbesteuer erhoben.

Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer)

Pflicht zur Fakturierung von Mehrwertsteuer

  • Am einfachsten lässt sich die Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) anhand eines Beispiels erklären.
  • Nehmen wir an, ein Unternehmen kauft Waren, sie später an Kunden zu verkaufen. Das Unternehmen kauft die Waren im Wert von 1.000 Euro netto zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer.
  • Insgesamt zahlt das Unternehmen also :1.190 Euro, davon 190 Euro MwSt.
  • Das Unternehmen verkauft diese Waren an Kunden für 2.000 Euro netto zuzüglich 19 % MwSt.
  • Die Kunden zahlen an das Unternehmen also :2.380 Euro, davon 380 Euro MwSt.
  • Die Umsatzsteuer berechnet sich aus der Differenz aus der erhaltenen Mehrwertsteuer minus der gezahlten Mehrwertsteuer: 380 Euro - 190 Euro = 190 Euro.
  • Diese 190 Euro muss das Unternehmen dem Finanzamt überweisen.
  • Die Mehrwehrsteuer ist also für das steuerpflichtige Unternehmen ein neutraler Posten.

Befreiung von der Pflicht zur Fakturierung von Mehrwertsteuer

  • Ein Kleinunternehmer mit weniger als 50.000 Euro Jahresumsatz im laufenden Jahr und weniger als 17.500 Euro Jahresumsatz im vorigen Jahr kann sich von der Umsatzsteuer befreien lassen.
  • Von der Umsatzsteuer ausgenommen sind ferner automatisch bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Physiotherapeuten, Versicherungsmakler.

ACHTUNG: STEUERSPRUNG

  • Existenzgründer sollten sich nach 3 bis 4 Jahren nach der Unternehmensgründung auf einen Steuersprung einstellen.
  • In der Anfangsphase, wenn die Gewinne noch niedrig sind und gegebenenfalls durch Investitionen Verluste gemacht werden, sind die Steuerbeträge relativ gering.
  • Sobald die Investitionen ausbleiben und die Umsätze anfangen zu steigen, kann die Steuerlast erheblich steigen.
  • Ist das Unternehmen darauf nicht vorbereitet, kann es in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten.

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