Finanzberater: Was kann er leisten, was kostet er?

Juli 2017
Sobald das persönliche Anlagevermögen eine entsprechende Größe erreicht, ist es ratsam, auf die Dienste eines Vermögensverwalters zurückzugreifen. Allerdings kann es auch bei kleineren Geldvermögen sinnvoll sein, eine professionelle Finanzberatung in Anspruch zu nehmen.


Was sind die Aufgaben einer Finanzberatung?

Eine seriöse Finanzberatung beschränkt sich nicht nur auf Tipps und Empfehlungen hinsichtlich der Anlage von Geldvermögen, sondern berät auch zu den Themen der persönlichen Altersvorsorge, der persönlichen Absicherung durch Versicherungen, Sparen, Existenzsicherung und Baufinanzierung.

Viele Finanzdienstleistungsunternehmen haben sich auf die Betreuung bestimmter Personengruppen spezialisiert. Sie kennen damit das berufliche Umfeld und die besonderen wirtschaftlichen Fragestellungen, mit denen sich die Angehörigen dieser Gruppen beschäftigen müssen.

Worauf muss ich bei der Wahl eines Finanzberaters achten?

Eigenständige Finanzdienstleistungsunternehmen haben den Vorteil, dass sie sich generell auf eine breite Produktpalette stützen und nicht die Interessen weniger Finanzanbieter vertreten, sondern ihre Beratung ausschließlich nach den persönlichen Bedürfnissen des Kunden ausrichten.


Bei der Wahl Ihres Finanzberaters sollten Sie darauf achten, dass sich dieser beim Erstgespräch viel Zeit für Sie nimmt und Ihre persönliche berufliche, finanzielle und familiäre Situation berücksichtigt und analysiert. Ihr Finanzberater sollte über eine entsprechend breite Kooperation mit Anbietern von Finanzdienstleistungsprodukten verfügen.

Besonders wichtig ist die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Finanzberaters. Er sollte ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Lösungskonzept erarbeiten können. Ein seriöser unabhängiger Finanzberater versteht sich als Ihr Partner für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit.

Kosten eines Finanzberaters

Achten Sie darauf, wie die Tätigkeit des Finanzberaters entlohnt wird. Generell ist die Leistung des Finanzberaters für Sie kostenlos. Der Finanzberater wird in der Regel auf Provisionsbasis für die von ihm vermittelten Finanz- und Versicherungsprodukte vergütet. Dies bedeutet, dass er beispielsweise bei der Vermittlung eines Lebensversicherungsvertrags von dem Anbieter der Lebensversicherung eine Provision erhält.

Beachten Sie auch, dass der Finanzberater die Auswahl der angebotenen Finanz- und Versicherungsprodukte nicht nach der Höhe seiner Provisionsvergütung trifft. Die Produkte müssen ausschließlich nach Ihren Bedürfnissen ausgewählt werden.

Derzeit wird allerdings verstärkt diskutiert, dass alternativ zu der oben beschriebenen Vergütungsform der Kunde seinen Finanzberater für dessen Leistung selbst bezahlt. Dies bedeutet, dass nicht mehr der Anbieter von Finanz- und Versicherungsprodukten eine Vermittlungsprovision an den Finanzberater zahlt, sondern dass der Kunde direkt für die Leistung seines Finanzberaters aufkommen muss. Lassen Sie sich in diesem Fall von Ihrem Finanzberater sein Vergütungsmodell erklären, damit Sie von vornherein wissen, was Sie für seine Leistung bezahlen müssen.

Foto: © Dejan Dundjerski - Shutterstock.com

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Letztes Update am 16. März 2017 01:36 von SilkeCCM.
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